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„Jesiden in der Sindschar-Region auf der Flucht: Machtpolitik auf dem Rücken der Bevölkerung“

VOICES-Kolumne im "Der Nordschleswiger": Aktuell spielt sich – weitestgehend von der Weltöffentlichkeit unbeobachtet – ein Drama ab, das schlimmste Erinnerungen an das Jahr 2014 weckt. Tausende Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden sind zum Spielball internationaler sowie regionaler Interessen geworden und fürchten um ihr Leben, schreibt Jan Diedrichsen in seiner Kolumne.

Krimtatare inhaftiert, weil er die Wahrheit über den Krieg berichtet

Viele Krimtataren haben bereits nach dem Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine im Jahr 2014 und die Besatzung der Krim ihre Heimat verlassen. Die GfbV hat in der Zeit der beginnenden russischen Aggression intensiv das Schicksal der Krimtataren begleitet. Heute sind die Krimtataren beinah gänzlich aus dem Fokus verschwunden Der Druck auf die verbliebenden politischen Akteure bleibt jedoch enorm.

Der chilenische Verfassungskonvent beschließt erste Artikel

Der chilenische Verfassungskonvent hat nach sechsmonatiger Arbeit die ersten Artikel für die neue Verfassung beschlossen. Kaum vorgelegt, sorgen die Entwürfe für Aufregung, ist doch von Justizsystemen die Rede. Die Mapuche beispielsweise drängen auf ihre autonome Gerichtsbarkeit. Der Konvent scheint das selbstgesetzte Ziel anzustreben, die Plurinationalität und damit die Anerkennung der Ureinwohner.

Simon Costantini

Von Wolfgang Mayr

Simon Constantini vom „Brennerbasisblog“ hat die Entschließung des Europaparlaments zu den Minderheitenmedien – „Entschließung des Europäischen Parlaments vom 20. Oktober 2021 zu Europas Medien in der digitalen Dekade: Ein Aktionsplan zur Unterstützung der Erholung und des Wandels (2021/2017(INI))“ analysiert. Ende Oktober bekannte sich das Europaparlament zu einem Aktionsplan zur Stärkung der Medien in der digitalen Dekade. Enthalten auch ein Passus zu den Medien in den Minderheitensprachen. In der Entschließung wird die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen des Europarates von 1998 zitiert. Die Parlamentarier fordern die Mitgliedsstaaten auf, Medien in Regional- und Minderheitensprachen zu unterstützen.

Im Punkt 11 wird ausdrücklich auf die Auswirkung der Medien auf die Sprachen hingewiesen, auf die großen EU-Amtssprachen und auf die Regional- und Minderheitensprachen.

Laut Punkt 19 dürfen sich „multiterritoriale“ Videoabrufdienste nicht negativ auf die kulturelle und sprachliche Vielfalt auswirken.

Im Punkt 37 begrüßt das Parlament die Ankündigung alle zwei Jahre die Medienindustrie, um Medientrends zu untersuchen; weist darauf hin, dass die Sprache als Analyseeinheit betrachtet werden muss, die über die globalen Trends und die nationalen Räume hinausgeht,  die sich auf unterschiedliche Weise auf die verschiedenen Sprachräume auswirken, einschließlich sowohl der EU-Amtssprachen als auch der Regional- und Minderheitensprachen.

Im Punkt 42 zitiert das Europaparlament die eigene Zustimmung vom Dezember 2020 zur Minority-Safepack-Initiative. Darin wird darauf hingewiesen, dass die meisten nationalen und sprachlichen Minderheiten mit dem Verlust ihrer Sprache und der Assimilation konfrontiert sind.

Diese klare Aussage des Europaparlaments zur MSPI nahm die EU-Kommission im Januar dieses Jahres nicht zur Kenntnis. Die Kommission lehnte das geforderte Minderheitenpaket der Fuen trotzdem ab.

Der link zum ausführlichen Artikel von Simon Constantini.