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„Jesiden in der Sindschar-Region auf der Flucht: Machtpolitik auf dem Rücken der Bevölkerung“

VOICES-Kolumne im "Der Nordschleswiger": Aktuell spielt sich – weitestgehend von der Weltöffentlichkeit unbeobachtet – ein Drama ab, das schlimmste Erinnerungen an das Jahr 2014 weckt. Tausende Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden sind zum Spielball internationaler sowie regionaler Interessen geworden und fürchten um ihr Leben, schreibt Jan Diedrichsen in seiner Kolumne.

Krimtatare inhaftiert, weil er die Wahrheit über den Krieg berichtet

Viele Krimtataren haben bereits nach dem Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine im Jahr 2014 und die Besatzung der Krim ihre Heimat verlassen. Die GfbV hat in der Zeit der beginnenden russischen Aggression intensiv das Schicksal der Krimtataren begleitet. Heute sind die Krimtataren beinah gänzlich aus dem Fokus verschwunden Der Druck auf die verbliebenden politischen Akteure bleibt jedoch enorm.

Der chilenische Verfassungskonvent beschließt erste Artikel

Der chilenische Verfassungskonvent hat nach sechsmonatiger Arbeit die ersten Artikel für die neue Verfassung beschlossen. Kaum vorgelegt, sorgen die Entwürfe für Aufregung, ist doch von Justizsystemen die Rede. Die Mapuche beispielsweise drängen auf ihre autonome Gerichtsbarkeit. Der Konvent scheint das selbstgesetzte Ziel anzustreben, die Plurinationalität und damit die Anerkennung der Ureinwohner.

Von Wolfgang Mayr

Der russische Kriegspräsident Putin plant eine Verschärfung seines Eroberungskrieges in der Ukraine. Trotzdem schrumpft im Westen die Solidarität mit den sich wehrenden Ukrainerinnen und Ukrainer. Eine Mehrheit der Deutschen beispielsweise lehnt verstärkte Waffenlieferung an die überfallene Ukraine ab. Zur Freude der Wagenknechts, Welzers, Chrupallas und anderer Putin-Versteher, die auf Friedensverhandlungen setzen.

Erfolgreich verdrängt hat die westliche Öffentlichkeit, dass Russland seit vielen Jahren schon Krieg führt. Gegen das eigene Volk und gegen die Staaten, die von der zerfallenden Sowjetunion losgelöst hatten.

Anfang der 1990er Jahre versuchte die sowjetische Zentrale unter der Führung des Polit-Lieblings der Deutschen, Michail Gorbatschow, die nach Unabhängigkeit strebenden Sowjetrepubliken Estland, Lettland und Litauen wieder gefügig zu machen. Mit dem Einsatz von Spezialkommandos. Bayern2 widmete der Geschichte der Esten, Letten und Litauer zwischen Ost und West einen Podcast: „1918 gründeten die „Balten“ demokratische Nationalstaaten, die mit dem Zweiten Weltkrieg verschwanden: mal von sowjetischen, mal von deutschen Truppen besetzt, blieben sie schließlich Teil der Sowjetunion. Erst Anfang der 1990er Jahre erlangten sie ihre Unabhängigkeit zurück.“

2008, fast 20 Jahre später, überfällt das Russland des Präsidenten Putin die ehemalige Sowjetrepublik Georgien. Als Vorwand diente dem ehemaligen KGB-Mann der anti-georgische Protest der pro-russischen Regionen Abchasien und Südossetien. Das teilweise besetzte Land strebte politisch in Richtung Westen. Seitdem ist der Weg blockiert, zeichnet Bayern2 in seiner Reihe Radiowissen nach: 

„Georgiens Kampf um nationale Souveränität dauerte Jahrhunderte, der Versuch, sich vom russischen Imperium zu emanzipieren und die gleichzeitige kulturelle und ökonomische Abhängigkeit führten im 19. Und 20. Jahrhundert zu Aufständen und Kriegen. Heute ist das Land gespalten zwischen einer prorussischen Regierung und der nach Westen strebenden Zivilgesellschaft.“