A Voice for Leonard – Seit den 1970er Jahren gibt Claus Biegert in seiner journalistischen Arbeit dem Indian Country eine Stimme

Claus Biegert

Von Wolfang Mayr

Claus Biegert verbindet mit seinem journalistischen Engagement  Akwesasne und die Zuni, die nicht anerkannten Völker der „Vierten Welt“. Er ist ein Botschafter für die Belange nicht nur der US-amerikanischen Ureinwohner.

 

HÖRT rein: VOICES-Podcast von Claus Biegert über Leonard Peltier

SCHAUT rein: Filme von Claus Biegert über Leonard Peltier

 

Claus Biegert machte sich einen Namen mit seinen Veröffentlichungen und Recherchen über die tribal nations in den USA und in Kanada bekannt wurde. Der ehemalige Redakteur der Münchner Abendzeitung tauchte tief ein in das andere Amerika hinter den Glitzerfassaden des Turbo-Kapitalismus, produzierte eine seiner ersten Radiosendungen beim Bayerischen Rundfunk über bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen US-„Sicherheitskräften“ und Lakota-Traditionalisten am Wounded Knee in Süd-Dakota und den Haudenosaunee, bekannter als Irokesen, im Bundesstaat New York.

Er war oft im Indian Country unterwegs, berichtete über die Bedrohung der indigenen Völker durch den Abbau von Uran, Tests von Atomwaffen und die Lagerung von Atommüll.1992 initierte der Journalist das World Uranium Hearing in Salzburg, in Folge davon zusammen mit Christa Lubberger und Franz Moll den Nuclear-Free Future Award.

Claus Biegert schrieb für die populärwissenschaftliche Zeitschrift natur und schreibt für die Zeitschrift Oya. Bis 2012 war Claus Biegert Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks. Er unterrichtete bis 2008 an der Deutschen Journalistenschule in München und gehört dem Beirat der Gesellschaft für bedrohte Völker an. 2010 erhielt er den Nachhaltigkeitspreis der Neumarkter Lammsbräu in der Kategorie Medienvertreter und 2013 den Leopold-Kohr-Ehrenpreis.

Zu einen seiner journalistischen – sehr parteiischen, sagt er selbst – Schwerpunkten zählt Leonard Peltier. Das ehemalige Mitglied des American Indian Movement ist seit fast einem halben Jahrhundert inhaftiert. Für angebliche Morde an FBI-Agenten, die inzwischen auch Ex-Mitglieder der US-Justiz offen anzweifeln. Claus Biegert drehte drei Filme über das Leben und Schicksal von Leonard Peltier.

VOICES berichtete:

HÖRT rein: VOICES-Podcast von Claus Biegert über Leonard Peltier

Interview mit Richter Kevin Sharp – In the spirit of Crazy Horse – Die Geschichte des Leonard Peltiers

Begnadigen Sie Peltier! Offener Brief für Peltier an US-Präsident Biden und Spitzenbeamten der Justiz

Über die Mühen der Ebenen: Tokata und der Kampf um Leonard Peltiers Freiheit

Amnesty International mit einer Petition: Leonard Peltier muss begnadigt werden

President of the European Parliament Sassoli asks President Biden for clemency for Leonard Peltier

FREE PELTIER – WIR BRAUCHEN DEINE HILFE!

I AM THE INDIAN VOICE / L. PELTIER

In den Jahren nach dem Aufstand von Wounded Knee 1973 herrschte Bürgerkrieg auf dem Oglala-Lakota-Reservat Pine Ridge im US-Bundesstaat South Dakota. Den Konfliktzwischen dem American Indian Movement und dem von Washington finanzierten Stammesrat nutze das FBI, um in dem gewalttätigen Umfeld über 2000 Agenten auszubilden.

Über 80 Bewohner des Reservats wurden tot aufgefunden, nur wenige Fälle wurden untersucht.

Am 26. Juni 1975 fanden bei einem Schußwechsel zwei FBI-Agenten den Tod. Mit gefälschten Beweisen wurde Leonard Peltier zu zweimal lebenslänglich verurteilt. Peltier gilt als politischer Gefangener, ich habe ihn zweimal im Gefängnis besucht.

Seit mehr als 40 Jahren ist er unschuldig in Haft. Papst Johannes bat Präsident Barak Obama, Peltier zu begnadigen. Ohne Erfolg. Sein Nachfolger Donald Trump kümmerte sich nicht darum, jetzt ist Präsident Biden gefragt. Immer mehr Persönlichkeiten, auch aus dem Justizapparat, melden sich zu Gunsten von Peltier zu Wort.

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