Schauprozess und kaltblütig morden: In Burma setzt das von China gesponserte Militärregime auf entgrenzte Gewalt

Von Wolfgang Mayr

Es gibt kaum Informationen über die Gewaltexzesse des Regimes hinter dem „Bambus-Vorhang“. In diesen Stunden verbreitete aber die Democratic Voice of Burma eine Schreckensnachricht. Die Armee verbrannte elf Menschen, bei lebendigem Leib, in Salingyi. Zwei weitere Menschen gelten als vermisst, die Democratic Voice vermutet, dass auch sie ermordet wurden.

Das Verbrechen ereignete sich in der Nähe der umstrittenen Kupfermine Letpadaung, ein joint venture mit der chinesischen Firma Wanbao und des Unternehmens UMEHL der burmesischen Armee. Warum diese Menschen auf diese brutale Weise ermordet wurden, sind noch unbekannt. Diese Tat ist Teil der Gewalt-Serie, mit der die Armee das Land überzieht, um den Widerstand gegen die Diktatur zu brechen. Gekonnt schirmen die Gewaltherrscher ihr Land von der Außenwelt ab.

Trotzdem, die Stiftung Asienhaus und die Democratic Voice of Burma versuchen das verordnete Schweigen zu durchbrechen. Bedauerlicherweise greifen die Medien diese Meldungen kaum auf. Einige Beispiele:

Ende Oktober fiel die Soldateska über die Stadt Thantlang im Chin-Staat her und terrorisierte die Bevölkerung. Die mehr als 8.000 BewohnerInnen flohen in die nahe Grenzregion, um der uniformierten Gewalt zu entgehen. Die Operation begründete das Militär mit der angeblichen Ermordung eines Soldaten durch die Chinland Defence Force, eine bewaffnete Widerstandsgruppe.

Im November kam es im ganzen Land zu Kämpfen zwischen dem Militär und verschiedenen Milizen wie der People`s Defence Force (PDF) und der Ethnic Armeed Organization (EAO). Das Militär, hochgerüstet von der Volksrepublik China, beschießt in Strafaktionen Wohnviertel, um die Unterstützung der Milizen durch die Bevölkerung zu unterbinden. Berichten zufolge wird besonders in den Regionen Yangon, Mandalay, Magwe, Sagaing und Tsaninthary  sowie in den Bundesstaaten Chin, Shan und Kayah gekämpft.

Die Stiftung Asienhaus und die Democratic Voice of Burma zitieren in ihren Berichten die Assistance Association of Political Prisoners, wonach seit dem Putsch mehr als 1.200 Menschen ermordet und mehr als 10.000 Menschen inhaftiert wurden.

Für Aufregung sorgte der jüngste Prozess gegen die ehemalige, entmachtete Regierungschefin Auung San Suu Kyi. Der 76-jährigen Friedensnobelpreisträgerin warf die Militärjustiz vor, zu Gewalt aufgerufen und gegen Corona-Maßnahmen verstoßen zu haben. Die zu zwei Jahren Haft verurteilte Politikerin, sie galt als aufrechte Demokratien, schwieg 2017, als die Armee die Minderheit der Rohingya fast kollektiv aus dem Land vertrieb. Die Gewalt des Militärs war entgrenzt. Von Vergewaltigungen bis zu Massenerschießungen reichte das Gewalt-Arsenal des burmesischen Militärs. Die übliche Politik der verbrannten Erde. Harte Konsequenzen für das Regime blieben aus.

Kein Wunder. Die kommunistische Volksrepublik China, die in wenigen Wochen die Olympischen Winterspiele austrägt, stellte sich hinter das völkermordende burmesische Militär. Laut Peking steht dieses Militär für Frieden und Stabilität. Die muslimische Nation der Rohingya in Burma wird genauso leidenschaftlich verfolgt wie die muslimische Nation der Uiguren in China.

https://www.asienhaus.de

https://english.dvb.no

Myanmar NOW (myanmar-now.org)

www.gfbvblog.com

https://helfenohnegrenzen.org

https://www.unpo.org

Myaung Women Warriors (DVB in Translation) – Bing video

ကရင်နီပြည်မှာ စစ်ရေးဆက်လက်တင်းမာနေ – DVB News – Bing video

People’s Defence Force (Myanmar) – Wikipedia

Ethnic Armed Organizations | Mizzima Myanmar News and Insight

 

 

 

 

 

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