Autonomie was? OberschülerInnen wissen, um was es geht: Um die Freiheit!

Von Wolfgang Mayr

Autonomie was? OberschülerInnen wissen, um was es geht. Um die Freiheit, sagen die Gewinner des Videowettbewerbes des Landtages zu 50 Jahre Paket.

„Für uns bedeutet Autonomie vor allem Freiheit. Die Freiheit, so zu sein, wie wir sind. Es spielt keine Rolle, wie alt Sie sind oder welcher Gruppe Sie angehören, letztendlich sind wir alle Menschen. Das haben wir mit unseren Hüten symbolisiert, die zeigen, dass in der Südtiroler Autonomie Platz für alle Köpfe ist”, sagen die SchülerInnen der 4 B der Landesberufsschule Handel und Grafik Johannes Gutenberg in Bozen. Eine überraschende Aussage, die wahrscheinlich nicht alle Abgeordneten im Landtag gefreut hat.

Die Jury, bestehend aus VertreterInnen der Schulämter, der Eurac und der Design-Fakultät der Freien Universität Bozen, kürten die Landesberufsschüler zu den Siegern des Wettbewerbs. Darüber freuen sich neben den Schülern die begleitende Lehrerin Eva Lageder und Direktorin Susanna Huez. Landesweit beteiligten sich mehr als 200 SchülerInnen von 12 Schulen am Video-Wettbewerb “Autonomie bedeutet für UNS…”.

Die 16 produzierten Videos sind auf dem Jugendportal des Landtages online. Mehr als 15.000 NutzerInnen bewerteten ihrerseits die Videos. Sie stimmten für das Video der Klasse 5 B der Wirtschaftsfachoberschule Heinrich Kunter in Bozen, die von Professor Florian Romagna betreut wurde. Die Botschaft WFO-Maturanten: „In unserem Video wollten wir die wichtigsten Momente, die zur Autonomie geführt haben, anhand von symbolträchtigen Orten nachzeichnen: Schloss Sigmundskron, das Kurhaus von Meran und den Landtag. Wir hoffen, dass es uns gelungen ist, die Bedeutung dieses Modells des Zusammenlebens zu vermitteln“.

Beim Festakt im Landtag zum 50. Geburtstag des 2. Autonomiestatuts würdigte Präsidenten Mattei das Engagement der SchülerInnen. Schräg aber, dass sich der Landtag gleichzeitig von Inhalt der Videos distanziert. „Alle Kurzfilme, die auf dieser Seite veröffentlicht sind, geben die persönliche Meinung der Autoren wieder und nicht jene des Südtiroler Landtags“, die Volksvertretung distanziert sich von den Jugendlichen. Muss das sein, der abgrenzende Hinweis?
Spannend bleibt, wie ernsthaft sich die SchülerInnen mit dem sperrigen Thema Autonomie auseinandergesetzt haben. Diese wissen wahrscheinlich deutlich mehr über die Autonomie wie viele WählerInnen.

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