Spiele wie 1936

Die Olympischen Winterspiele in Peking 2022 ähneln den Regime-Spielen in Nazi-Deutschland von 1936. „Spiele der Jugend“ und zeitgleich stattfindender massenhafter Terror. Im Schatten des IOC-Spektakels geht das KP-Regime mit harter Hand gegen Ost-Turkestan vor.  

Von Wolfgang Mayr

Weltweit protestierten Menschenrechtsorganisationen gegen die Austragung der Winterspiele im totalitärem China. Anlass dafür ist das brutale Vorgehen in Ost-Turkestan, in der sogenannten autonomen Provinz, Xinjiang. Dort wird das uigurische Volk, die Angehörigen dieser turkmenischen Nation, unterdrückt und marginalisiert.

In einem Dossier der GfbV kommen zwei uigurische Frauen zu Wort, die wie Tausende andere Angehörige der uigurischen Nation in staatlichen Lagern interniert waren. Die beiden Frauen bestätigten die Zwangsmaßnahmen des KP-Regimes: Uigurische Kinder werden ihren Familien geraubt und in Internaten kaserniert; ihre Väter und Mütter kommen in Umerziehungslager, werden gefoltert, vergewaltigt, zwangssterilisiert. Manche Friedhöfe, auf denen ihre Großeltern liegen, werden zerstört. Eine Politik des Ethnozids im Land der Olympischen Winderspiele, absurd, kommentiert nicht nur die GfbV, deshalb No Olympia im totalitärem China.

Bayern2 stellt deshalb die Frage: Spiel mit dem Feuer – Wer braucht noch dieses Olympia?Die Olympischen Winterspiele in Peking sind für viele Kritiker der Gipfel der Absurdität: Peking ist weder eine Wintersportregion noch werden in China die Menschenrechte geachtet. Hat das IOC die olympische Idee endgültig verraten?“

Arte widmete gleiche mehrere Dokumentationen der uigurischen Nation, deren Angehörigen zu Wort kommen. Sie werden von meist „westlichen“ Menschenrechtsorganisationen unterstützt. Die ethnisch-religiösen Verwandten der Uiguren, die turkmenischen Völker zwischen der Türkei im Westen und Kasachstan im Osten, suchen die Nähe zu Peking, lassen die Uiguren – moslemisch hin, turkmenisch her – im Stich.

In einer neuen Dokumentation belegt Arte die gezielte kommunistisch-nationalistische Assimilierungspolitik in Ost-Turkestan. Befragt wurde auch der deutsche Anthropologe Adrian Zenz, der nach ausführlichen Recherchen auf der Grundlage von Regierungsunterlagen die Existenz von Umerziehungslagern in „Xinjiang“ bestätigte.

China nahe Persönlichkeiten und Organisationen im Westen diskreditieren Zenz als radikal antikommunistisch und christlich-reaktionär. Auf seine belegten Vorwürfe gingen die „Desinformanten“ aber nicht ein. Die KPCh agiert wie einst die serbische KP-Führung während des Bosnien-Krieges. Berichterstatter und Zeugen der ethnischen Vertreibungen, der Vergewaltigungen und Massaker wurden als Nazis beschimpft, als Propagandisten. Sie machten aus Opfer Täter, aus Tätern Opfer.

Besonders ärgerte sich das chinesische KP-Regime darüber, dass Zenz seine Vorwürfe mit chinesischen Regierungsdokumenten belegte. Der UN-Ausschuss für die Rassendiskriminierung griff wegen der Zenz-Dokumentation das Thema Uiguren 2018 auf und konfrontierte damit die chinesische Vertretung. Diese gaben vor dem Ausschuss zu, dass es Lager in „Xinjiang“ gibt, es handelt sich aber nur um „Berufsbildungszentren“. Trotzdem, das IOC und sein Präsident Thomas Bach bestanden darauf, in diesem Land zum zweiten Mal Olympische Spiele stattfinden zu lassen. Die Arte-Redaktion bietet eine erschütternde Doku über das Drama der Uiguren an.

Zenz ist schon länger im Visier der chinesischen Großmacht. 2013 analysierte er die Assimilierungspolitik der KP in Tibet, 2020 warf Zenz der Partei- und Staatsführung vor, massenhaft Tibeter zur Zwangsarbeit einzusetzen. In Tibet stellen die Han-Chinesen bereits die Mehrheit, die Tibeter werden immer mehr marginalisiert, die alte Region Tibet wurde auseinandergerissen. Tibet und Ost-Turkestan, „Xinjiang“ scheinen ein Labor dafür zu sein, wie „man“ die ursprüngliche Bevölkerung ohne Massenmord „verschwinden“ lassen kann.

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