PODCAST: Klein und vernetzt – Midas – Minority Newspapers

Von Wolfgang Mayr

Seit 20 Jahren sind 28 Zeitungen aus verschiedenen Minderheitenregionen in der Vereinigung Midas vernetzt. Zeitungen von Spanien bis Finnland und Dänemark bis Rumänien sind bereits beigetreten. Für Minderheiten- und Regionalsprachen sind eigene Tageszeitungen von entscheidender Bedeutung.

Sie bieten einen wichtigen täglichen Service, den gesamtstaatliche Zeitungen in den meisten Sprachen anbieten, aber dies ist nicht ihre einzige Funktion, heißt es auf der homepage von Midas. Und weiter, Zeitungen in Minderheitensprachen „schützen und fördern auch marginalisierte Kulturen, was wiederum dazu beiträgt, den Umfang ihrer Schriftsprachen zu erhalten und zu erweitern. Diese Publikationen machen Minderheiten für die Mehrheit sichtbar, die oft unwissend über sie bleibt.“

Der Erhalt der Minderheitensprachen wird aber immer schwieriger, sagt Midas-Generalsekretär Marc Röggla. Die Wirtschafts- und Gesundheitskrise wirkt sich laut Röggla negativ auf die minderheitlichen Medien aus. Als Midas – die European Association of Daily Newspapers in Minority and Regional Languages – 2001 von Chefredakteuren aus mehr als zehn Sprachminderheiten gegründet wurde, stand auch schon das wirtschaftliche Überleben im Mittelpunkt des Handelns. Man einigte sich auf den Austausch von Informationen, ob Druck und Marketing gemeinsam organisiert werden könnte.

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