Mariu­pol – das ukrainische Srebrenica?

Tschetschenische Söldner wüten in der zusammengebombten Hafenstadt

Von Wolfgan​g Mayr

„Es geht dem rus­si­schen Prä­si­den­ten Putin um die Aus­lö­schung Mariu­pols“, sagt Marie­luise Beck vom Zentrum für Liberale Moderne Web.de. Anders könne man die Zer­stö­rung nicht nennen. Marie­luise Beck und Ralf Fücks halten sich derzeit in der Ukraine auf.

Grosny, Aleppo, Homs und Sre­bre­nica stehen als Städ­te­na­men für den Schre­cken des Kriegs. Die tsche­tsche­ni­sche Haupt­stadt Grosny wurde während der Tsche­tsche­nien-Kriege in den 90er- und Nuller­jah­ren groß­flä­chig zer­stört. In der bos­ni­schen Klein­stadt Sre­bre­nica töteten bos­ni­sche Serben im Juli 1995 mehr als 8.000 bos­nia­ki­sche Jungen und Männer. In Syrien bombt die russische Luftwaffe seit acht Jahren Städte in Schutt und Asche.

Im aktu­el­len Krieg Russ­lands gegen die Ukraine steht nun der Name Mariu­pol für beson­de­res Leid. Tschetschenische Kämpfer und Söldner drängen die russische Armee-Führung auf die Einnahme der belagerten Stadt.

„Putin hofft, das Gebiet dau­er­haft beset­zen zu können, damit das Asow­sche Meer voll­kom­men in seine Hand zu bringen und damit Russ­lands Herr­schaft über die Schwarz­meer­küste aus­zu­wei­ten“, vermutet Beck. „Wenn Mariu­pol fällt, ist der Weg nach Odessa für das rus­si­sche Militär offen.“

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