Aufmüpfiges Cornwall: Selbstverwaltung ist das erklärte Ziel

Von Wolfgang Mayr

Der englische Brexit erschütterte nicht nur die EU. In Großbritannien wurde der Brexit zu einem Erdbeben, das die britischen Fundamente gelockert hat.

Schottland versucht abseits von London schon jetzt einen eigenen Weg zu gehen, hin in Richtung Unabhängigkeit. Auch in Wales wuchs der Wähleranteil der walisischen Nationalpartei Yes Cymru überraschend stark an. In Nord-Irland scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis eine Bevölkerungsmehrheit per Referendum die Wiedervereinigung mit der Republik Irland anstrebt.

Unerwartet rühren sich auch in der Grafschaft Cornwall an der südwestlichen Küste Englands die Autonomisten von AUOB Kernow.  Sie orientieren sich an Organisationen in Schottland und Wales

Die Gruppe Aoub, Kernow All, Alle unter einer Flagge, hat für den morgigen 9. Oktober zu einer Demonstration für Cornwalls Selbstverwaltung aufgerufen. Die Gruppe will öffentlich ein Zeichen setzen, auf sich aufmerksam machen, auf die Belange von Cornwall. Aoub wirbt für die Selbstbestimmung für Cornwall, für eine weitestgehende Autonomie. Die Autonomisten begründen ihre Forderung mit dem Hinweis, Cornwall habe keltische Wurzeln.

Aoub Cornwall arbeitet mit verwandten Organisationen zusammen. Mit der schottischen AUOB und AUOB Cymru.
Aoub ist überzeugt, dass nur mit dem Instrument Selbstverwaltung einige der Probleme Cornwalls zu lösen sind, wie die Lebenshaltungskosten, die Zunahme von Zweitwohnungen und der Abfluss von Reichtum nach London.

Die zwei kornischen Institutionen Cornwall Council und Isles of Scilly Council haben einige exekutive, aber keine legislativen Befugnisse. Die kornischen „Nationalisten“ drängen deshalb auf eine regionale Verwaltung wie in Schottland und Wales.

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