USA-RU: Die Weltherrschaft der Gangster hat begonnen

MAGA-Präsident Trump opfert Rojava, die Ukraine und Grönland seinen Machtspielen

US-Präsident Trump steht ganz in der Tradition der Eroberer des "Wilden Westens". Foto: slate.com

US-Präsident Trump steht ganz in der Tradition der Eroberer des "Wilden Westens". Foto: slate.com

Von Wolfgang Mayr

 

US-Präsident Trump liegt mit dem syrischen Islamisten al-Sharaa auf einer Linie, die territoriale Integrität des Landes darf nicht gefährdet werden. Deshalb das US-amerikanischen Go, das kurdische Rojava zu zerschlagen. Der Islamist und der MAGAist sprechen sich aber für Rechte für Kurden aus. Nichts davon ist glaubhaft.

Trump opfert im russischen Ukraine-Krieg für seinen Männerfreund Putin die ukrainische Territorialität. Da spielt das Argument der territorialen Integrität keine Rolle.

Der US-Präsident schert sich auch nicht um die territoriale Integrität des dänischen Königreiches. Gemeinsam mit seinen schwerreichen Oligarchenfreunden will er Grönland kassieren. Egal, was Dänemark dazu sagt, noch egaler sind dem MAGA-Präsidenten die grönländischen Wünsche.

Seine Gelüste – dafür formulierte er gleich mehrere Argumente – ummantelte er letzthin mit seinem Beleidigtsein. In einem Schreiben an den norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre brachte es der Größte amerikanische Präsident aller Zeiten auf den Punkt: Trotz seiner Friedensmissionen – laut eigenen Aussagen beendete er acht Kriege – verweigerte die Nobelpreis-Jury ihm den Friedensnobelpreis. Was für ein Niveau?

Und im Sinne des Friedens will Trump Putin in den sogenannten Gaza-Friedensrat berufen. Ausgerechnet den Ex-KGB-Genossen, der inzwischen gleich lang Krieg in der Ukraine führt, wie einst der Zweite Weltkrieg dauerte. Die ungeschminkte globale Herrschaft der Gangster ist über die Welt hereingebrochen.

Der Schriftsteller, Historiker und Politikwissenschaftler Rafael Seligmann listete Trump und Putin in seinem Buch „Brandstifter und ihre Mitläufer“ auf, mit auf dieser Autokraten-Liste auch Xi Jinping, Recep Tayyip Erdoğan und Benjamin Netanjahu.

1967 geißelte der französische Philosoph das militärische Zusammenspiel der nigerianischen Zentralregierung mit dem sozialdemokratischen Großbritannien und der kommunistischen Sowjetunion gegen Biafra als Weltherrschaft der Gangster. Diesem „Zusammenspiel“ fielen mehr als drei Millionen Ibos zum Opfer.

Trump spielt mit Putin gegen die Ukraine, führt den ukrainischen Präsidenten Selenskyj ständig vor. Zum Schaden der Ukraine, zur Freude des großen Humanisten im Kreml. Trump hob schon frühzeitig die Sanktionen gegen die islamistische Führung in Damaskus auf. Al-Sharaa wuchs in den Reihen von Al-Qaida auf, eine islamofaschistische Terrororganisation. Al-Qaida-Terroristen verübten die Anschläge auf die Twin Towers in New York, auf das Pentagon in Washington und sind für viele weitere Anschläge auch gegen Moslems verantwortlich.

Trotz seiner Islamophobie schwieg Trump, als die syrischen Islamisten Christen, Alawiten, Drusen und Kurden massakrierten. Besonders bitter für die Kurden, im Kampf gegen den IS gaben sie sich als Bodentruppen des Westens her. Jetzt wurden sie verraten. Wie schon so oft in ihrer Geschichte. Die Kurden befürchten jetzt einen Vernichtungsfeld der siegreichen Islamisten.

Die Weltherrschaft der Gangster ist in vollem Gang. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Volksrepublik China das demokratische Taiwan annektieren wird, Israel Gaza und das Westjordanland und in Europa die von Trump und Putin gesponserten Rechtsradikalen an die Macht kommen.

Nicht von ungefähr lehnt die – in Teilen – rechtsradikale AfD EU-Zölle gegen die USA ab, genauso Waffenlieferungen an die Ukraine und zeigt sich begeistert über den angeblichen Gaza-Friedensrat, in dem auch der russische Kriegsverbrecher Putin auf Einladung Trumps „wirken“ wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt und es gelten die Datenschutzbestimmungen und Nutzungsbedingungen von Google

Zurück zur Home-Seite