Ukraine-Donbas: Russland zerstört den Nachbarn

Seit vier Jahren wehrt sich die Ukraine gegen den größten mafiösen Staat der Welt

Das Plakat des Films „20 days in Mariupol“. mstyslav.com

Das Plakat des Films „20 days in Mariupol“. mstyslav.com

Von Wolfgang Mayr

 

Und inzwischen helfen die USA kräftig mit. MAGA-Präsident Donald Trump tönt wie sein Männerfreund, der russische Kriegspräsident, Putin. Die Ukraine muss den gesamten Donbas an Russland abgeben, dann herrscht Frieden.

Deshalb, keine – militärische wie finanzielle – Solidarität mehr mit der überfallenen Ukraine. Darauf pochen Ungarn und die verbündete Slowakei sowie die vielen rechtsradikalen Parteien von der österreichischen FPÖ – die Solidarität ist ein „Irrweg“, rotzt die FPÖ – über die AfD bis zur italienischen Lega. Trotz hunderttausender Toter wollen die europäischen „Patrioten“ der Ukraine die europäische Hilfe entziehen. Diese angeblichen Patrioten verstehen sich auch noch als gute Christen. Gute Nacht Europa.

Zivilgesellschaftlich, für die Rechten ein Gräuel, wird noch dagegengehalten. So bietet die Plattform „dekoder“ zum russischen Eroberungskrieg in der Ukraine ein breites Hintergrund-Dossier an. Über seine Ukraine-Seite informiert das Zentrum Liberale Moderne über das demokratische Engagement – trotz des Krieges – in der Ukraine. Der Autoren-Blog „Salonkolumnisten“ wirft den westlichen Demokraten vor, die ukrainische Demokratie im Stich zu lassen. Nächster Vorwurf, Russland terrorisiert mit seinen Angriffen auf Wohnviertel und Stromwerken bewusst und gezielt die Zivilbevölkerung.

Das Buch von Alexander Estis über den „Schergenstaat Russland“ wurde auf dieser Seite bereits zitiert. Ein Buch, das die selbsternannten US-amerikanischen Friedensapostel Trump, Kushner und Wittkoff aufmerksam lesen sollten. Auch ihre europäischen Lakaien wie FPÖ-Chef Herbert Kickl, Lega-Vorsitzender Matteo Salvini oder die NSDAP-Nachfahren der AfD.

 

Russland, mafiöser FSB-Staat

Empfehlenswert, weil erhellend, auch „Der Schlüssel würde noch passen“ von Irina Scherbakowa. Sie war eine der Mitbegründerinnnen der inzwischen verbotenen Menschenrechtsorganisation „Memorial“. Wohl auch deshalb, weil sich die Organisation mit dem Gulag-System und dem Staatsterror der Sowjetunion gründlich auseinandergesetzt hatte. Für Putin allesamt Nestbeschmutzer.

Scherbakowas Blick auf 30 Jahren Russland ist schonungslos, Verrohung, brachiale und eskalierende Gewalt prägen das angeblich demokratische Russland. Dieses Russland mutierte in einen mafiösen FSB-Staat, lautet die Analyse von Scherbakowa.

Ihr Zuhause ist inzwischen ein großes Gefängnis geworden, in dem die Gesetze der Mafia gelten. Und diese Gesetze trug und trägt die russische Armee in die Ukraine. Mehrere Filmemacher tauchten ein in die von Russland zerstörten ukrainischen Landschaften im Osten des Landes, im Donbas. Die zerstörte Hafenstadt Mariupol ist ein Symbol für den russischen Staatsterrorismus, das Brüsseler Anti-Diskriminierungszentrum ADC Memorial dokumentierte die Lage der Roma in seinem BerichtStimmen aus der Hölle“.

 

20 Days in Mariupol

Mstyslaw Tscher­now drehte nach der russischen Eroberung und der flächendeckenden Zerstörung 2022 den Dokumentarfilm „20 Days in Mariupol“. Ein Film über Mariu­pol, stellvertretend für viele weitere Städ­te­ wie Butscha, Popasna, Soledar, Bachmut, Awdijiwka. Im tödlichen Visier der russischen Armee: Die Viertel der Arbeiterklasse und die russischsprachige Bevölkerung der Ost-Ukraine.

„Es sagte mal jemand zu mir, Kriege beginnen nicht mit Explosionen – sie beginnen mit Stille“, heißt es im Film. Es ist eine trügerische Stille, die in den ersten Stunden des 24. Febru­ars 2022 über Mariu­pol liegt. Dieses zerstörte und annektierte Mariupol steht für die überfallene Ukraine.

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