Putin statt Scholz?

Die Ostdeutschen und ihre Sympathien für das autoritäre Russland

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Ein zynischer Kommentar von Wolfgang Mayr

Sie, laut Umfragen offensichtlich die Mehrheit der Ostdeutschen, wollen lieber im russischen Vorhof leben als im US-amerikanischen Disney-Park. Sie, das sind die Wählenden der rechtsradikalen AfD und dem linksnationalpopulistischen BSW. Aber nicht nur, auch Teile der CDU und die Schrumpf-SPD fehlen auch nicht in dieser pro-russischen Volksfront.

Die Neue Züricher Zeitung NZZ entdeckte eine Hassliebe zwischen Ostdeutschland und Russland, diese seltsame Liebe schmeckt anti-amerikanisch und anti-ukrainisch. Diese Ostdeutschen plädieren für die Kapitulation der Ukraine. Viele dieser Deutschen schätzen den russischen Kriegspräsidenten Putin und seine Anti-Mainstream-Haltung, analysierte die NZZ. Anti-Mainstream steht für eine antiwestliche Haltung, gegen die liberale Demokratie. 

Nicht nur die “linken” Nachdenkseiten und Telepolis sind Lautsprecher dieser Haltung, auch der “Gegenspiegel”.  So wirbt der “focus” um Verständnis für ostdeutsche Empfindlichkeiten. Statt die “Ostdeutschen” als Putin-Freunde zu verunglimpfen, sollte ihnen zugehört werden.  

Putin kann sich auf seine Freunde im Westen verlassen. Slowaken, Ungarn, die verschieden rechtsradikal gefärbten westeuropäischen Parteien zwischen “Konservativen Demokratien”, “Identität und Demokratie” und “Souveränisten” sowie der britische Brexit-Propagandist Nigel Farage (in Allianz mit dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump) werfen dem “Westen” vor, den russischen Krieg gegen die Ukraine provoziert zu haben. Ganz nach der “Erzählung” aus dem Kreml.

Egal, ob die russische Armee und die verschiedenen Killer-Kommandos Kriegsverbrechen verüben, die dann von Sahra Wagenknecht kleingeredet werden, egal, ob Gewalt-Unternehmen wie “Wagner” in der Ukraine wüten und in afrikanischen Staaten für russische Unternehmen die Wege zu den Rohstoffen freischießen. 

Den meisten Ostdeutschen scheint es offensichtlich auch egal zu sein, dass die russischen Besatzungs-“Behörden” in der Ostukraine brutal gegen pro-ukrainische Bürgerinnen und Bürger vorgehen, das Besatzungsregime die annektierten ukrainische Regionen radikal russifiziert. Genauso wenig kümmert sie die Deportation ukrainischer Kinder, die russischen Kriegsverbrechen und die entgrenzte sexuelle Gewalt russischer Soldaten gegen ukrainische Mädchen und Frauen.  

Das andere Deutschland, das auf Putin setzt und Olaf Scholz loshaben will, wahrscheinlich auch russische Soldaten US-amerikanischen GIs vorzieht.   

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