Indigene Völker – COP30: Norden und Süden vereint gegen die vierte Welt

Das Indigenous Environmental Network kritisiert die Weltklimakonferenz als ein Fest falscher Lösungen

Das Indigenous Environmental Network kritisierte die Weltklimakonferenz in Brasilien als ein "Fest falscher Lösungen". Foto: fian.de

Das Indigenous Environmental Network kritisierte die Weltklimakonferenz in Brasilien als ein "Fest falscher Lösungen". Foto: fian.de

Von Wolfgang Mayr

 

Viel gibt er nicht her, der Schlussbericht der 30. Weltklimakonferenz, findet das Indigenous Environmental Network. Die Rechte indigener Völker sind nur Rand- und Fußnotizen, wenn überhaupt, kritisiert das indigene Netzwerk. Die Konferenz endete als ein Fest falscher Lösungen, ätzt das Netzwerk.

Es geht weiter wie bisher, halt mit dem neuen Label saubere und erneuerbare Energie. Konkret, die Tropical Forest Forever Facility (TFFF) führt nur die überholten Programme wie das UN-REDD (Reducing, Emissions from Deforestation and Forest Degradation) weiter. Der mit REDD angepeilte Waldschutz ist grandios gescheitert, findet das Netzwerk und verweist auf die weltweiten Rodungen nicht nur der Regenwälder.

Die TFFF ist nicht geeignet, die Verletzungen indigener Rechte und die Gewalt gegen indigenes Leben zu stoppen. Die an die TFFF gekoppelten Programme können absurder nicht sein, besonders das sogenannte Geoengineering, also der Einsatz technischer Mittel in geochemische und biochemische Kreisläufe der Erde.

Das Netzwerk wundert sich nicht über den Stillstand, mehr als fünftausend Lobbyisten haben in den vergangenen vier Jahren auf die staatlichen Vertreter:innen der Weltklimakonferenz erfolgreich eingewirkt.

Diese Lobbyisten vertreten laut dem Netzwerk 90 der mächtigsten Unternehmen, Öl-Konzerne, Bergbau-Industrien, usw. Ihr „Wirken“ war erfolgreich. Die von lateinamerikanischen Delegationen und Vertreter:innen indigener Völker entworfene Erklärung der Rechte des Amazonas wurde auf der Konferenz nicht einmal zur Kenntnis genommen.

Die Haltung des Indigenous Environmental Network stimmt mit der Position des International Indigenous Peoples’ Forum on Climate Change überein. Das Forum fordert:

  • Die Umsetzung der kollektiven Rechte der indigenen Völker, einschließlich unserer Rechte auf Land und Ressourcen, Selbstbestimmung, sowie wirksame Beteiligung an Entscheidungen.
  • Unser Wissen soll zur Lösung der Klimakrise anerkannt werden.
  • Garantierter Schutz der Umwelt- und Landverteidiger indigener Völker sowie der indigenen Völker in freiwilliger Isolation.
  • Eine gerechte und auf Rechten basierende Politik zur schrittweisen Abschaffung fossiler Brennstoffe sowie einen Fahrplan zum weltweiten Stopp der Abholzung der Wälder, der unsere Rechte auf Land und Ressourcen wahrt, Selbstbestimmung und den Schutz indigener Völker in freiwilliger Isolation gewährleistet.

Das Indigenous Environmental Network nennt die Weltklimakonferenz einen Verrat an indigenen Völkern, COP30 war ein Fehlschlag. Und Dylan Hamilton von der Alliance of Non-Government Radical Youth (ANGRY) kann sich nicht vorstellen, dass die Klimakrise von jenen „gelöst“ wird, die sie verursacht haben.

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