Catalunya-Euskadi: Bald Unesco-Mitglieder?

Die zwei autonomen Regionen der spanischen Republik drängen in internationale Gremien

UNESCO-Weltkulturkonferenz in Spanien, Mondiacult 2025 - Gruppenfoto der Kulturminister. Foto: UNESCO

UNESCO-Weltkulturkonferenz in Spanien, Mondiacult 2025 - Gruppenfoto der Kulturminister. Foto: UNESCO

Von Simon Constantini

 

Die Färöer haben einen Antrag auf Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation WTO gestellt. Die autonomen Insel Dänemarks sind bereits Mitglied der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Doch auch Katalonien und Euskadi sollen Teil internationaler Organisationen werden, genauer gesagt der Unesco und der Weltorganisation für Tourismus (UNWTO) der Vereinten Nationen. Den Antrag auf Mitgliedschaft will die spanische Regierung von Pedro Sánchez (PSOE) stellen. Die Maßnahme sei Teil der Forderungen von Junts, der Partei des ehemaligen katalanischen Präsidenten Carles Puigdemont, die die spanische Regierung duldet, auch wenn die Zusammenarbeit in letzter Zeit zum Stillstand gekommen war.

Junts wirft Spanien insbesondere vor, mit der Anerkennung von Katalanisch, Baskisch und Galicisch als EU-Amtssprachen auf der Stelle zu treten.

Eigenen Angaben zufolge will sich Sánchez bei Unesco und UNWTO dafür einsetzen, dass Katalonien und Euskadi ab sofort stärker eingebunden werden — noch bevor also der Antrag auf eigenständige Mitgliedschaft in eine tatsächliche Aufnahme mündet.

Die zu Finnland gehörenden Ålandinseln sind schon seit 2021 in der Unesco.

Die Rolle von Südtirol bei der UNO ist hingegen auf die des angeleinten Schoßhundes von Italien beschränkt. Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) darf dann als Token vorführen, wie gut es uns doch geht, wie autonom wir sind und wie vorbildlich wir uns unterordnen. Dann gibt es möglicherweise auch ein Leckerli.

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