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Das Gericht von Petropawlowsk-Kamtschatski hat Ende April den Hausarrest der Bloggerin und ehemaligen Lehrerin Wassilja Werschinina um weitere zwei Monate verlängert. Sie befindet sich seit September 2025 in Haft. Ihr werden „Verbrechen“ gegen die „verfassungsmäßigen Ordnung und die nationale Sicherheit“ vorgeworfen.
Die Justiz wirft Werschinina vor, Mitglied einer extremistischen Organisation zu sein, für sie geworben und zu terroristischen Handlungen aufgerufen zu haben. Wassilja Werschinina berichtete unter anderem über die Lage der Rechte der indigenen Bevölkerung Kamtschatkas und kritisierte die lokalen und föderalen Behörden.
Ebenfalls Ende April verhandelte das Moskauer Stadtgericht die Berufungen gegen die Verlängerung der Untersuchungshaft von Daria Egereva und Natalia Leongardt. Beiden wandten sich in ihrer Berufung gegen die verfügte Verlängerung der Untersuchungshaft bis zum 15. Juni 2026.
Natalia Leongardt erklärte: „Die uns von der Staatsanwaltschaft unterstellten Ansichten teilen wir nicht und haben sie auch nie geteilt … Infolgedessen befinden sich zwei unschuldige Menschen seit vier Monaten in Untersuchungshaft.“
Daria Egereva betonte, dass sie keinerlei Verbindung zu der Organisation habe, deren Beteiligung ihr vorgeworfen wird. Sie appellierte an das Gericht, die Haftanordnung aufzuheben: „Ich bitte darum, nach Hause zurückkehren und meine Kinder wieder in die Arme schließen zu dürfen.“
Das Moskauer Gericht bestätigte die Verlängerung der U-Haft.
Siehe auch:
– The Crime of beeing Indigenous
– Russland-UNO: “Speaking out is not a crime!”
– International Committee of Indigenous Peoples of Russia (ICIPR)
– Sorge um indigene Menschenrechtsverteidigerin in Russland: Prozess gegen Daria Egereva beginnt
– Russland-indigene Völker: Eine Welle der Repression gegen indigene Aktivist:innen
– Russland-Terrorprozess: Daria Egereva vor Gericht
– Moscow Court Keeps Daria Egereva and Natalia Leongardt in Detention

