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Von Wolfgang Mayr

„Meine Mutter hat mir gezeigt, dass Frauen stärker sind als Männer“, sagt der heute 19-jährige Farhad Alsilo, der als 11-jähriger Junge den Genozid des IS an seinem jesidischen Volk erlebte und überlebte.

Am 3. August 2014 drangen die IS-Milizen in sein Dorf, töteten vor seinen Augen seinen Vater und verschleppten seine Schwestern. In seinem Buch „Der Tag, an dem meine Kindheit endete“ erzählt Farhad Alsilo, die Geschichte seiner traumatischen Flucht durch die heiße Wüste und durch das Sindschar-Gebirge bis nach Kurdistan. Seine Flucht endet erst, als er mit seiner Mutter und seinen kleinen Geschwistern 2015 in einem „Sonderkontingent“ für besonders schutzbedürftige Frauen und Kinder nach Deutschland kommt. Es ist eine Geschichte von Flucht und Verlust, aber auch vom Ankommen und von Zuversicht, schreibt der Trabanten-Verlag.

Farhad Alsilo wurde 2002 im Nordirak in der Stadt Shingal geboren. Die Realschule in Baden-Württemberg schloss er mit Bestnoten ab. Er ist auf Youtube, Instagram und Tiktok aktiv und besucht heute das technische Gymnasium.

Das Notizbuch auf „Bayern2“ stellte das Buch von Alsilo vor.  Filmemacherin Düzen Tekkal, sie schrieb das Vorwort für Farhard Alsilos, spricht auf Bayern2 über den Genozid des IS an den Jesiden.

Weitere Informationen:

Interview mit Farhad Alsilos „Der Tag, an dem meine Kindheit endete“: Vom Genozid-Überlebenden zum erfolgreichen Schriftsteller (Stelle für jesidische Angelegenheiten e.V.)

Homepage des Zentralrats der Êzîden 

Porträt von Duezen Tekkal, TV-Journalistin (SWR)