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„Jesiden in der Sindschar-Region auf der Flucht: Machtpolitik auf dem Rücken der Bevölkerung“

VOICES-Kolumne im "Der Nordschleswiger": Aktuell spielt sich – weitestgehend von der Weltöffentlichkeit unbeobachtet – ein Drama ab, das schlimmste Erinnerungen an das Jahr 2014 weckt. Tausende Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden sind zum Spielball internationaler sowie regionaler Interessen geworden und fürchten um ihr Leben, schreibt Jan Diedrichsen in seiner Kolumne.

Krimtatare inhaftiert, weil er die Wahrheit über den Krieg berichtet

Viele Krimtataren haben bereits nach dem Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine im Jahr 2014 und die Besatzung der Krim ihre Heimat verlassen. Die GfbV hat in der Zeit der beginnenden russischen Aggression intensiv das Schicksal der Krimtataren begleitet. Heute sind die Krimtataren beinah gänzlich aus dem Fokus verschwunden Der Druck auf die verbliebenden politischen Akteure bleibt jedoch enorm.

Der chilenische Verfassungskonvent beschließt erste Artikel

Der chilenische Verfassungskonvent hat nach sechsmonatiger Arbeit die ersten Artikel für die neue Verfassung beschlossen. Kaum vorgelegt, sorgen die Entwürfe für Aufregung, ist doch von Justizsystemen die Rede. Die Mapuche beispielsweise drängen auf ihre autonome Gerichtsbarkeit. Der Konvent scheint das selbstgesetzte Ziel anzustreben, die Plurinationalität und damit die Anerkennung der Ureinwohner.

Von Wolfgang Mayr

Benito Mussolini und Adolf Hitler einigten sich 1939 darauf, die deutschsprachigen Südtiroler und die Ladiner auszusiedeln. Das  faschistische Regime „gewährte“ seinen deutsch- und ladinischsprachigen „Untertanen“ die Wahl zu gehen oder zu bleiben.

Im Podcast „Option. Stimmen der Erinnerung. Le Opzioni in Alto Adige/Südtirol“ vom Eurac-Center for Autonomy Experience, den Vereinigten Bühnen Bozen und dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck erzählen Betroffenen über diese Zeit.

‎„Option. Stimmen der Erinnerung. Le Opzioni in Alto Adige/Südtirol“ auf Apple Podcasts

Option bedeutet eine Wahlmöglichkeit zu haben, Optionen im Leben zu haben wird meist positiv aufgefasst, stellt Instituts-Leiter Marc Röggla die Reihe vor. „Für Südtirol hingegen ist die Option eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte. Die Bevölkerung stand vor einer fast unmöglichen Entscheidung: „Dableiben“ und sich damit für Wohnort und Heimat zu entscheiden – jedoch mit der Aussicht, die deutschsprachige Identität aufzugeben oder „Optieren“ für das Deutsche Reich, um Muttersprache und Traditionen zu wahren, dabei aber Südtirol als Heimat zu verlieren.“

Marc Röggla baute auch italienische Stimmen zur Option ein, „uns war auch der andere Blickwinkel wichtig“, sagt Röggla. In der letzten Episode kommen abrundend HistorikerInnen zu Wort: Eva Pfanzelter von der Universität Innsbruck, Alessandra Zendron, ehemalige Kulturredakteurin der Rai in Bozen und Hannes Obermair von der Eurac, die die Betroffenen-Aussagen geschichtlich einordnen.

Herauskam eine schnelle und emotionale Reise in die Vergangenheit, führt Röggla weiter aus: „Wir haben die Aufnahmen nicht zusammengeschnitten. Da merkt man an den Pausen, an der Stimme, am Ringen nach Worten, dass das, was wir rückblickend als Geschichte bezeichnen, sich aus vielen Einzelschicksalen und Emotionen zusammensetzt. Das berührt erst einmal. Darin liegt auch die große Stärke der Podcasts, da kann kein geschriebener Text mithalten.“

Erinnerungskultur: Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gesucht! (eurac.edu)

„Heimatverräter“ oder „Walsche“ – Gesichter der Option im Stadttheater Bozen | franzmagazine

Details | Vereinigte Bühnen Bozen (webspaceconfig.de)