Vorbild Russland

Die türkische Regierung lässt ihre Truppen an der irakischen Grenze aufmarschieren. Militärkolonnen bewegten sich in Richtung autonome Region Kurdistan im Nord-Irak, berichtet die PKK nahe Nachrichtenagentur ANF, mit Hubschraubern wurden Soldaten angeblich nach Südkurdistan verlegt, in die autonome Region.

Von Wolfgang Mayr

Laut der Nachrichtenagentur MA finden seit Tagen Truppentransporte an die irakische Grenze statt. Wie bereits im April vergangenen Jahres soll sich die geplante Militäroperation gegen die Regionen Zap, Metîna und Avaşîn in der Kurdistan-Region Irak richten. MA-Kommentatoren werfen der Barzanî-Partei PDK vor, in die geplante Operation eingebundenzu sein.

In den Provinzen Colemêrg und Şirnex (tr. Hakkari und Şırnak) werden Truppenbewegungen an der Staatsgrenze zwischen der Türkei und dem Irak beobachtet. In Colemêrg waren gepanzerte Transporter in den Dörfern im Kreis Çelê (Çukurca) unterwegs, im Grenzgebiet wurden Soldaten stationiert. Aus sdem Gebiet Suvara Kotra zwischen Colemêrg und Şirnex startete eine Vielzahl an Hubschraubern. Sie brachten Soldaten in türkische Stützpunkte in den Dörfern Gundê Bêhûdê und Orê auf der irakischen Seite der Grenze.

Der türkischer Präsident Erdogan, ein Kriegspartner der Russen in Syrien, bot sich letzthin als Friedenspolitik der Ukraine und Russland an. Gleichzeitig lässt er im Schatten des russischen Eroberungskrieges und abseits der Weltöffentlichkeit seine Nato-Armee gegen angebliche PKK-Lager im südlichen Kurdistan in Stellung bringen. Zurecht fordert die Linke die deutsche Bundesregierung auf, ihren politischen Schmusekurs mit der Türkei einzustellen. Ein Schmusekurs, der jenem mit der Putin-Regierung stark ähnelt.

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