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„Jesiden in der Sindschar-Region auf der Flucht: Machtpolitik auf dem Rücken der Bevölkerung“

VOICES-Kolumne im "Der Nordschleswiger": Aktuell spielt sich – weitestgehend von der Weltöffentlichkeit unbeobachtet – ein Drama ab, das schlimmste Erinnerungen an das Jahr 2014 weckt. Tausende Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden sind zum Spielball internationaler sowie regionaler Interessen geworden und fürchten um ihr Leben, schreibt Jan Diedrichsen in seiner Kolumne.

Krimtatare inhaftiert, weil er die Wahrheit über den Krieg berichtet

Viele Krimtataren haben bereits nach dem Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine im Jahr 2014 und die Besatzung der Krim ihre Heimat verlassen. Die GfbV hat in der Zeit der beginnenden russischen Aggression intensiv das Schicksal der Krimtataren begleitet. Heute sind die Krimtataren beinah gänzlich aus dem Fokus verschwunden Der Druck auf die verbliebenden politischen Akteure bleibt jedoch enorm.

Der chilenische Verfassungskonvent beschließt erste Artikel

Der chilenische Verfassungskonvent hat nach sechsmonatiger Arbeit die ersten Artikel für die neue Verfassung beschlossen. Kaum vorgelegt, sorgen die Entwürfe für Aufregung, ist doch von Justizsystemen die Rede. Die Mapuche beispielsweise drängen auf ihre autonome Gerichtsbarkeit. Der Konvent scheint das selbstgesetzte Ziel anzustreben, die Plurinationalität und damit die Anerkennung der Ureinwohner.

Von Wolfgang Mayr

Die Ukraine ist EU reif, zumindest ein Kandidatenanwärter. Seit Jahren schon warten die ex-jugoslawischen Staaten auf die Aufnahme in die EU. Das Warten ohne Perspektive verschärft die Spannungen auf dem Balkan. Serbien – die EU verhandelt mit Belgrad über eine Aufnahme – unterstützt in Bosnien die serbischen Nationalisten, die ihren Kanton an Serbien anschließen wollen. Im Konflikt zwischen der EU und dem kriegsführenden Russland stellte sich Serbien demonstrativ auf die Seite Moskaus. Trotzdem zieht die EU Verhandlungen mit Serbien vor, nicht aber mit Bosnien, dem Opfer des serbischen Eroberungskrieges in den 1990er Jahren:

Einige weiterführende links:

Das Kompetenzentrum für Regionalgeschichte der Freien Universität Bozen forscht in den Bereichen der regionalen Zeit- und Gegenwartsgeschichte, der Tiroler Regionalgeschichte sowie der Frauen- und Geschlechtergeschichte. 2022 steht im Zeichen von 50 Jahren Zweites Autonomiestatut.

Der Historiker Michael Portmann von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften,forscht zu Jugoslawien, zur jugoslawischen Nationalitätenpolitik, zur Geschichte der Vojvodina und zum State Building im südostlichen Europa.

Die von Belgrad beschnittene Autonomie der Vojvodina schaffte es immer wieder in die Medien.