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„Jesiden in der Sindschar-Region auf der Flucht: Machtpolitik auf dem Rücken der Bevölkerung“

VOICES-Kolumne im "Der Nordschleswiger": Aktuell spielt sich – weitestgehend von der Weltöffentlichkeit unbeobachtet – ein Drama ab, das schlimmste Erinnerungen an das Jahr 2014 weckt. Tausende Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden sind zum Spielball internationaler sowie regionaler Interessen geworden und fürchten um ihr Leben, schreibt Jan Diedrichsen in seiner Kolumne.

Krimtatare inhaftiert, weil er die Wahrheit über den Krieg berichtet

Viele Krimtataren haben bereits nach dem Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine im Jahr 2014 und die Besatzung der Krim ihre Heimat verlassen. Die GfbV hat in der Zeit der beginnenden russischen Aggression intensiv das Schicksal der Krimtataren begleitet. Heute sind die Krimtataren beinah gänzlich aus dem Fokus verschwunden Der Druck auf die verbliebenden politischen Akteure bleibt jedoch enorm.

Der chilenische Verfassungskonvent beschließt erste Artikel

Der chilenische Verfassungskonvent hat nach sechsmonatiger Arbeit die ersten Artikel für die neue Verfassung beschlossen. Kaum vorgelegt, sorgen die Entwürfe für Aufregung, ist doch von Justizsystemen die Rede. Die Mapuche beispielsweise drängen auf ihre autonome Gerichtsbarkeit. Der Konvent scheint das selbstgesetzte Ziel anzustreben, die Plurinationalität und damit die Anerkennung der Ureinwohner.

Von Wolfgang Mayr

Seit 20 Jahren sind 28 Zeitungen aus verschiedenen Minderheitenregionen in der Vereinigung Midas vernetzt. Zeitungen von Spanien bis Finnland und Dänemark bis Rumänien sind bereits beigetreten. Für Minderheiten- und Regionalsprachen sind eigene Tageszeitungen von entscheidender Bedeutung.

Sie bieten einen wichtigen täglichen Service, den gesamtstaatliche Zeitungen in den meisten Sprachen anbieten, aber dies ist nicht ihre einzige Funktion, heißt es auf der homepage von Midas. Und weiter, Zeitungen in Minderheitensprachen „schützen und fördern auch marginalisierte Kulturen, was wiederum dazu beiträgt, den Umfang ihrer Schriftsprachen zu erhalten und zu erweitern. Diese Publikationen machen Minderheiten für die Mehrheit sichtbar, die oft unwissend über sie bleibt.“

Der Erhalt der Minderheitensprachen wird aber immer schwieriger, sagt Midas-Generalsekretär Marc Röggla. Die Wirtschafts- und Gesundheitskrise wirkt sich laut Röggla negativ auf die minderheitlichen Medien aus. Als Midas – die European Association of Daily Newspapers in Minority and Regional Languages – 2001 von Chefredakteuren aus mehr als zehn Sprachminderheiten gegründet wurde, stand auch schon das wirtschaftliche Überleben im Mittelpunkt des Handelns. Man einigte sich auf den Austausch von Informationen, ob Druck und Marketing gemeinsam organisiert werden könnte.