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„Jesiden in der Sindschar-Region auf der Flucht: Machtpolitik auf dem Rücken der Bevölkerung“

VOICES-Kolumne im "Der Nordschleswiger": Aktuell spielt sich – weitestgehend von der Weltöffentlichkeit unbeobachtet – ein Drama ab, das schlimmste Erinnerungen an das Jahr 2014 weckt. Tausende Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden sind zum Spielball internationaler sowie regionaler Interessen geworden und fürchten um ihr Leben, schreibt Jan Diedrichsen in seiner Kolumne.

Krimtatare inhaftiert, weil er die Wahrheit über den Krieg berichtet

Viele Krimtataren haben bereits nach dem Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine im Jahr 2014 und die Besatzung der Krim ihre Heimat verlassen. Die GfbV hat in der Zeit der beginnenden russischen Aggression intensiv das Schicksal der Krimtataren begleitet. Heute sind die Krimtataren beinah gänzlich aus dem Fokus verschwunden Der Druck auf die verbliebenden politischen Akteure bleibt jedoch enorm.

Der chilenische Verfassungskonvent beschließt erste Artikel

Der chilenische Verfassungskonvent hat nach sechsmonatiger Arbeit die ersten Artikel für die neue Verfassung beschlossen. Kaum vorgelegt, sorgen die Entwürfe für Aufregung, ist doch von Justizsystemen die Rede. Die Mapuche beispielsweise drängen auf ihre autonome Gerichtsbarkeit. Der Konvent scheint das selbstgesetzte Ziel anzustreben, die Plurinationalität und damit die Anerkennung der Ureinwohner.

Von Wolfgang Mayr

Der Arzt Franz Inzko sucht nach seinesgleichen, nach – seine Definition – „assimilierten Personen“. Mit seinem Verein will er diesen Menschen eine Stimme geben. Inzko stellte seine Initiative Ende September auf der Tagung „Volksgruppenpolitik – Politik von gestern oder Politik für Morgen“ in Klagenfurt/Celovec vor. „Assimilierte“ wird es viele geben, Kärntnerinnen und Kärntner, die ihre slowenische Muttersprache nicht mehr beherrschen. Vor 100 Jahren sprachen im südlichen Kärnten mehr als 100.000 Menschen slowenisch, nach „sanfter“ und brutaler Germanisierung wird geschätzt, dass höchstens noch 15.000 slowenisch sprechen. Ein Armutszeugnis Kärntner und österreichischer Minderheitenpolitik. Oder die Assimilierung war das Ziel.