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„Jesiden in der Sindschar-Region auf der Flucht: Machtpolitik auf dem Rücken der Bevölkerung“

VOICES-Kolumne im "Der Nordschleswiger": Aktuell spielt sich – weitestgehend von der Weltöffentlichkeit unbeobachtet – ein Drama ab, das schlimmste Erinnerungen an das Jahr 2014 weckt. Tausende Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden sind zum Spielball internationaler sowie regionaler Interessen geworden und fürchten um ihr Leben, schreibt Jan Diedrichsen in seiner Kolumne.

Krimtatare inhaftiert, weil er die Wahrheit über den Krieg berichtet

Viele Krimtataren haben bereits nach dem Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine im Jahr 2014 und die Besatzung der Krim ihre Heimat verlassen. Die GfbV hat in der Zeit der beginnenden russischen Aggression intensiv das Schicksal der Krimtataren begleitet. Heute sind die Krimtataren beinah gänzlich aus dem Fokus verschwunden Der Druck auf die verbliebenden politischen Akteure bleibt jedoch enorm.

Der chilenische Verfassungskonvent beschließt erste Artikel

Der chilenische Verfassungskonvent hat nach sechsmonatiger Arbeit die ersten Artikel für die neue Verfassung beschlossen. Kaum vorgelegt, sorgen die Entwürfe für Aufregung, ist doch von Justizsystemen die Rede. Die Mapuche beispielsweise drängen auf ihre autonome Gerichtsbarkeit. Der Konvent scheint das selbstgesetzte Ziel anzustreben, die Plurinationalität und damit die Anerkennung der Ureinwohner.

Von Wolfgang Mayr

Laut der neuen Studie von IWGIA verweigern afrikanische Staaten indigenen Völker politische Teilhabe und Mitsprache. IWGIA, der International Work Group for Indigenous Affairs, wirft den Machthabern vor, Entscheidungen zu treffen, die sich meist verheerend auf die Kulturen, Landnutzung und Umwelt der indigenen Völker auswirken. 

Schwere Menschenrechtsverletzungen sind die Folge, genauso Zwangsenteignung und Vertreibung, heißt es in der IWGIA-Studie, „die das physische und kulturelle Überleben indigener Völker bedrohen.“ Ein Beispiel dafür: Die Regierung der Vereinigten Republik Tansania will mehr als 70.000 Massai von ihrem angestammten Land östlich des Serengeti-Nationalparks vertreiben. Ziel, das Land der Massai soll als Jagdgebiet an reiche Jäger verpachtet werden.

Der International Work Group for Indigenous Affairs (IWGIA) empfiehlt Staaten, Unternehmen und internationale Organisationen, die Menschenrechte indigener Völker zu respektieren und zu schützen, außerdem soll die indigene Beteiligung an Landnutzungsentscheidungen gaarantiert werden. IWGIA fordert auch internationale Naturschutzorganisationen auf, indigen geführte Naturschutzprojekte zu fördern und zu finanzieren, Unternehmen sollten Fonds für indigene Völker zu schaffen, die der Rohstoffindustrie ausgesetzt sind.