SOS Regenwald

Im Kongobecken gefährden Öl-Konzerne Land und Leute

Von Wolfgang Mayr

Afrika steht vor einer weiteren Plünderungswelle. Die Erdöl- und Gaskonzerne entdeckten den Kongo und seinen Regenwald. Das Becken ist reich an riesigen Rohstoffreserven, an Öl und Gas, heftig begeht in Europa. Im Kongobecken soll die gefährdete Regenwald-Fläche doppelt so groß sein wie Deutschland.

Die kongolesische Regierung verscherbelt 30 Öl- und Gasfelder, die meisten davon in den Wäldern und auch in den Schutzgebieten. Dagegen wehrt sich eine Koalition aus afrikanischen und internationalen Umweltschutzorganisationen. 

Die Studie „Congo in the Crosshairs“ dokumentiert mit detaillierten Karten, wie groß die Bedrohung ist. Diese Recherchen belegen, dass sich in Afrika die Fläche der bestehenden und geplanten Öl- und Gasfelder vervierfachen wird. Ein Drittel davon liegt im noch intakten tropischen Regenwäldern, das Kongobecken, der zweitgrößte Regenwald der Erde. 

Gefährdet werden dadurch auch mehr als 36 Millionen Menschen, insbesondere Angehörige der 150 ethnischen Gruppen. Die afrikanisch-europäische Koalition befürchtet katastrophale Folgen für die Gesundheit und Lebensgrundlage der Einwohner und ihrer Menschenrechte. Ähnlich wie im Niger-Delta, wo die einheimische Elite – Oligarchen und die organisierte Kriminalität – gemeinsam mit Konzernen Land und Leute ausplündern.

Weitere Informationen:

Rainforest Foundation und Earth InSight plädieren für Alternativen zur Ausbeutung von Erdöl und Gas, verweisen auf das große Potential für erneuerbare Energien. Außerdem fordern sie Respekt für die einheimische Bevölkerung.

 

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