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„Jesiden in der Sindschar-Region auf der Flucht: Machtpolitik auf dem Rücken der Bevölkerung“

VOICES-Kolumne im "Der Nordschleswiger": Aktuell spielt sich – weitestgehend von der Weltöffentlichkeit unbeobachtet – ein Drama ab, das schlimmste Erinnerungen an das Jahr 2014 weckt. Tausende Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden sind zum Spielball internationaler sowie regionaler Interessen geworden und fürchten um ihr Leben, schreibt Jan Diedrichsen in seiner Kolumne.

Krimtatare inhaftiert, weil er die Wahrheit über den Krieg berichtet

Viele Krimtataren haben bereits nach dem Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine im Jahr 2014 und die Besatzung der Krim ihre Heimat verlassen. Die GfbV hat in der Zeit der beginnenden russischen Aggression intensiv das Schicksal der Krimtataren begleitet. Heute sind die Krimtataren beinah gänzlich aus dem Fokus verschwunden Der Druck auf die verbliebenden politischen Akteure bleibt jedoch enorm.

Der chilenische Verfassungskonvent beschließt erste Artikel

Der chilenische Verfassungskonvent hat nach sechsmonatiger Arbeit die ersten Artikel für die neue Verfassung beschlossen. Kaum vorgelegt, sorgen die Entwürfe für Aufregung, ist doch von Justizsystemen die Rede. Die Mapuche beispielsweise drängen auf ihre autonome Gerichtsbarkeit. Der Konvent scheint das selbstgesetzte Ziel anzustreben, die Plurinationalität und damit die Anerkennung der Ureinwohner.

Von Jan Diedrichsen

Democracy Now hat dramatisches Videomaterial veröffentlich, das die kanadische Bundespolizei bei einer gewaltsamen Razzia in einem Protest-Camp zeigt. Das Camp war Zentrale im Kampf gegen die Pipeline Coastal GasLink-Projekt, das massiv auf das Gebiet der Ureinwohner einwirkt. Insgesamt wurden fünfzehn Personen verhaftet, darunter zwei Journalisten. Die Wet’suwet’en-Landverteidigerin Sleydo‘, auch bekannt als Molly Wickham, wurde nach ihrer Verhaftung wieder freigelassen.

Das Filmmaterial wurde von dem Dokumentarfilmer Michael Toledano aufgenommen, der ebenfalls wieder freigelassen wurde. Die Razzia beendete eine 56-tägige Blockade der Bohrstelle. Die 400 Meilen lange Pipeline auf dem Land der Wet’suwet’en verstößt sowohl gegen indigene als auch gegen kanadische Gesetze.

Hier gibt es ausführliche Informationen über den Kampf gegen Costal GasLink.