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„Jesiden in der Sindschar-Region auf der Flucht: Machtpolitik auf dem Rücken der Bevölkerung“

VOICES-Kolumne im "Der Nordschleswiger": Aktuell spielt sich – weitestgehend von der Weltöffentlichkeit unbeobachtet – ein Drama ab, das schlimmste Erinnerungen an das Jahr 2014 weckt. Tausende Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden sind zum Spielball internationaler sowie regionaler Interessen geworden und fürchten um ihr Leben, schreibt Jan Diedrichsen in seiner Kolumne.

Krimtatare inhaftiert, weil er die Wahrheit über den Krieg berichtet

Viele Krimtataren haben bereits nach dem Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine im Jahr 2014 und die Besatzung der Krim ihre Heimat verlassen. Die GfbV hat in der Zeit der beginnenden russischen Aggression intensiv das Schicksal der Krimtataren begleitet. Heute sind die Krimtataren beinah gänzlich aus dem Fokus verschwunden Der Druck auf die verbliebenden politischen Akteure bleibt jedoch enorm.

Der chilenische Verfassungskonvent beschließt erste Artikel

Der chilenische Verfassungskonvent hat nach sechsmonatiger Arbeit die ersten Artikel für die neue Verfassung beschlossen. Kaum vorgelegt, sorgen die Entwürfe für Aufregung, ist doch von Justizsystemen die Rede. Die Mapuche beispielsweise drängen auf ihre autonome Gerichtsbarkeit. Der Konvent scheint das selbstgesetzte Ziel anzustreben, die Plurinationalität und damit die Anerkennung der Ureinwohner.

Von Wolfgang Mayr

Am 25. August 2017 fiel die von der kommunistischen Volksrepublik China hochgerüstete burmesische Armee über die Rohingya her. Die Soldaten fackelten Dörfer ab, zerstörten die Felder und vergewaltigten 10.000 Mädchen. Der chinesische Satellitenstaat Burma vertrieb mehr als 700.000 Rohingya, die damalige Ministerpräsidentin, die Nobelpreisträgerin Auung San Suu Kyi, schaute weg, ließ die „ethnischen Säuberungen“, eigentlich ein Völkermord, unkommentiert geschehen.

Burma, Myanmar, ist ein Vertreiber-Staat. 1942 und 1962 flohen viele Angehörige der Rohingya aus ihrer Heimat. 1978 waren es 200.000, 1991 weitere 250.000. 2017 nochmals mehr als 700.000. Endstation Flüchtlingslager in den Nachbar-Staaten, rechtlos, Gewalt und Ausbeutung ausgesetzt.

In Thailand arbeiten Behörden und die Fischereiindustrie zusammen. Die Einwanderungsbehörde „führt“ dieser Industrie Arbeitssklaven zu. Alfred Breier recherchierte vor Ort. Sein Fazit: „Auf vielen Booten schuften Arbeitssklaven – wer aufbegehrt, verschwindet auf hoher See.

Deshalb wurde 2015 Thailand erstmals ein Exportverbot angekündigt. Der weltgrößte Hersteller von Thunfischkonserven versprach Reformen. Das Versprechen wurde nicht gehalten. Während die USA Thailand auf die Beobachtungsliste für Menschenhandel setzte, begrüßte die EU-Kommission die neue Regierung als Partner im Kampf gegen die illegale Fischerei.

Alfred Breier kommt in seinen Hörbildern auf Ö1, eine Ko-Produktion Deutschlandfunk/BR/HR/ORF/RB 2022, zu einem völlig anderen Schluss. Peinlich für die „Wertegemeinschaft“ der EU.