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„Jesiden in der Sindschar-Region auf der Flucht: Machtpolitik auf dem Rücken der Bevölkerung“

VOICES-Kolumne im "Der Nordschleswiger": Aktuell spielt sich – weitestgehend von der Weltöffentlichkeit unbeobachtet – ein Drama ab, das schlimmste Erinnerungen an das Jahr 2014 weckt. Tausende Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden sind zum Spielball internationaler sowie regionaler Interessen geworden und fürchten um ihr Leben, schreibt Jan Diedrichsen in seiner Kolumne.

Krimtatare inhaftiert, weil er die Wahrheit über den Krieg berichtet

Viele Krimtataren haben bereits nach dem Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine im Jahr 2014 und die Besatzung der Krim ihre Heimat verlassen. Die GfbV hat in der Zeit der beginnenden russischen Aggression intensiv das Schicksal der Krimtataren begleitet. Heute sind die Krimtataren beinah gänzlich aus dem Fokus verschwunden Der Druck auf die verbliebenden politischen Akteure bleibt jedoch enorm.

Der chilenische Verfassungskonvent beschließt erste Artikel

Der chilenische Verfassungskonvent hat nach sechsmonatiger Arbeit die ersten Artikel für die neue Verfassung beschlossen. Kaum vorgelegt, sorgen die Entwürfe für Aufregung, ist doch von Justizsystemen die Rede. Die Mapuche beispielsweise drängen auf ihre autonome Gerichtsbarkeit. Der Konvent scheint das selbstgesetzte Ziel anzustreben, die Plurinationalität und damit die Anerkennung der Ureinwohner.

Von Wolfgang Mayr

Der englische Brexit erschütterte nicht nur die EU. In Großbritannien wurde der Brexit zu einem Erdbeben, das die britischen Fundamente gelockert hat.

Schottland versucht abseits von London schon jetzt einen eigenen Weg zu gehen, hin in Richtung Unabhängigkeit. Auch in Wales wuchs der Wähleranteil der walisischen Nationalpartei Yes Cymru überraschend stark an. In Nord-Irland scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis eine Bevölkerungsmehrheit per Referendum die Wiedervereinigung mit der Republik Irland anstrebt.

Unerwartet rühren sich auch in der Grafschaft Cornwall an der südwestlichen Küste Englands die Autonomisten von AUOB Kernow.  Sie orientieren sich an Organisationen in Schottland und Wales

Die Gruppe Aoub, Kernow All, Alle unter einer Flagge, hat für den morgigen 9. Oktober zu einer Demonstration für Cornwalls Selbstverwaltung aufgerufen. Die Gruppe will öffentlich ein Zeichen setzen, auf sich aufmerksam machen, auf die Belange von Cornwall. Aoub wirbt für die Selbstbestimmung für Cornwall, für eine weitestgehende Autonomie. Die Autonomisten begründen ihre Forderung mit dem Hinweis, Cornwall habe keltische Wurzeln.

Aoub Cornwall arbeitet mit verwandten Organisationen zusammen. Mit der schottischen AUOB und AUOB Cymru.
Aoub ist überzeugt, dass nur mit dem Instrument Selbstverwaltung einige der Probleme Cornwalls zu lösen sind, wie die Lebenshaltungskosten, die Zunahme von Zweitwohnungen und der Abfluss von Reichtum nach London.

Die zwei kornischen Institutionen Cornwall Council und Isles of Scilly Council haben einige exekutive, aber keine legislativen Befugnisse. Die kornischen „Nationalisten“ drängen deshalb auf eine regionale Verwaltung wie in Schottland und Wales.