Linke Killer

Das venezuelische Militär und die Yanomami im Amazonas

Von Wolfgang Mayr

Soldaten haben bei einer Auseinandersetzung vier Angehörige der Yanomami getötet. Das linke Militär von Venezuela handelt genauso indigenenfeindlich wie ihre Nachbarn in Kolumbien und in Brasilien.

Anlass für den Streit zwischen den Soldaten und den Yanomami soll laut der Solidaritäts-Plattform amerika21 die Nutzung des Internets gewesen sein. Die Yanomami-Gemeinde sollBerichten zufolge ihren Internetrouter an den Armee-Posten übergeben haben, der die Antennen zur Verfügung stellt. Die Militärs änderten Zugangsdaten, ohne diese an die Yanomami weiterzugeben.

Der Streit darüber eskalierte, die Yanomami sollen zu ihren Pfeilen gegriffen haben, die Soldaten zu ihren Schnellfeuerwaffen. Vier Yanomami starben, weitere wurden verletzt.

Die Ministerin für indigene Völker, Clara Vidal, verlangte Aufklärung und die Feststellung der Verantwortlichkeiten. „Wir lehnen jede Gewaltsituation ab, welche die Menschenrechte verletzt“, schrieb Vidal in einer Mitteilung.

Die indigenen Organisationen kritisierten den Mord an den vier Yanomami. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, Soldaten hätten „einmal mehr ihre Uniformen mit dem Blut von vier Angehörigen der Yanomami befleckt“. Die Organisationen fordern die Verurteilung der beteiligten Soldaten, eine gründliche Untersuchung des „Vorfalls“ und weiterer ähnlicher Ereignisse. Die indigenen Organisationen wollen auch wissen, welche Rolle die Armee in den indigenen Gebieten Venezuelas spielt. Sie drängen außerdem auf die Einrichtung von ständigen Dialog- und Arbeitsgruppen zur Lösung der ethnischen Konflikte in den entsprechenden Territorien.

Die Yanomami wollen bis zur Klärung der Morde 20 beteiligte Soldaten festhalten.

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